“Als Bruder bin ich nie wirklich zufrieden”: Mischa Zverev über seinen Bruder Sascha | Eurosport-Podcast
- Mischa Zverev: “Sascha spielt jetzt wieder besser, und seine Einstellung ist wirklich sehr, sehr gut”
- Zverev: “Sergi wird Sascha ein paar Tipps geben können, die vielleicht sehr interessant und wichtig sind”
- Barbara Rittner über Swiatek: “Unglaubliche Kombination aus körperlichen Voraussetzungen und wahnsinniger Antizipation”
- Rittner über Djokovic: “Mentale Stärke gepaart mit seiner aktuellen Frische macht ihn besonders gefährlich”
Das Eurosport-Duo Barbara Rittner und Mischa Zverev wirft in der neuen Folge des Eurosport-Tennis-Podcasts "Das Gelbe vom Ball" einen Blick voraus auf die am Sonntag beginnenden French Open (22. Mai bis 5. Juni) in Paris. Im Gespräch mit Moderator Matthias Stach versuchen sie das Phänomen Iga Swiatek zu entschlüsseln, sehen bei Dominic Thiem den Faktor Zeit als wichtiges Mittel beim Comeback und beleuchten die Situation bei Deutschlands Turnierhoffnung Alexander Zverev.
Unten finden Sie Aussagen von Barbara Rittner und Mischa Zverev zu den unterschiedlichen Themenkomplexen, die sie mit Nennung der Quelle “Eurosport-Podcast ‘Das Gelbe vom Ball’” gerne in ihre Berichterstattung aufnehmen können. Über eine zusätzliche Rückverlinkung auf die Seite von eurosport.de oder die komplette Episode würden wir uns freuen.
Einige der Aussagen finden Sie zudem auf eurosport.de als Videos. Auch diese Videos können Sie gerne als Ergänzung oder Erweiterung in ihrer Online-Berichterstattung verwenden. Über den Share-Button oben rechts finden Sie ein Popup, das mit einem Klick einen Embed-Code zum Einbetten des Videos auf Ihrer Webseite zur Verfügung stellt.
Eurosport-Expertin Barbara Rittner über...
…Iga Swiatek: "Es ist beeindruckend, wie gut und explosiv sie sich bewegt. Sie ist im Moment die beweglichste und beste Spielerin - in der Bewegung kraftvoll, aber trotzdem mit einer totalen Leichtigkeit. Sie hat eine unglaubliche Kombination aus körperlichen Voraussetzungen und dieser wahnsinnigen Antizipation. Das Gesamtpaket ist auf Sand besonders gut - das wussten wir schon lange. Aber das hat sie jetzt auch auf den Hartplätzen, die im Schnitt langsamer geworden sind, wirklich beeindruckend gezeigt. Und ganz nebenbei hat sie mental einen Weg gefunden, eine konstante Ruhe zu haben. Das finde ich beeindruckend. Sie ist erst 20 Jahre alt - das dürfen wir ja nicht vergessen."
…ihre Mitfavoritinnen auf den Titel in Paris: "Ons Jabeur hat in Madrid und Rom wirklich hervorragend gespielt und kommt mit einem unglaublich interessanten, erfrischenden Tennis daher. Paula Badosa hat sicherlich durch den Sieg in Indian Wells den Glauben an ihre Stärke gefunden. Wir haben in den letzten fünf, sechs Jahren gefühlt immer einen Kreis von 15 bis 20 Spielerinnen gehabt, die in Paris hätten gewinnen können. Iga Swiatek ist jetzt schon eine besondere Nummer, ganz klar. Aber der Druck für sie ist groß."
…Novak Djokovic: "In Form ist er wieder, das hat er beeindruckend unter Beweis gestellt. Aber vor allem ist er frisch. Er hat so wenig gespielt wie seit Jahren nicht - und genauso wirkte er letzte Woche: Beweglich wie eh und je, aber einfach vom Kopf her frisch. Seine mentale Stärke, gerade auch in diesen Best-of-Five-Matches ist schon beeindruckend, und das gepaart mit seiner aktuellen Frische durch relativ wenig Matches macht ihn besonders gefährlich."
Eurosport-Experte Mischa Zverev über…
…seinen Bruder Sascha: "Als Bruder bin ich nie wirklich zufrieden - das wissen ja mittlerweile alle. Aber er spielt jetzt wieder besser, und seine Einstellung ist wirklich sehr, sehr gut. Beim Abendessen hatten wir ein Gespräch über die Favoriten für Paris. Da meinte Sascha, laut Wettanbietern hätte Carlos Alcaraz die größten Chancen, die French Open zu gewinnen. Da hat er gesagt: 'Weißt du was, als es Rafael Nadal war oder Novak Djokovic, war das okay. Jetzt Alcaraz... Nein.' Das war so nach dem Motto: 'Das lasse ich mir nicht gefallen. Jetzt ist meine Zeit gekommen, jetzt möchte ich gewinnen und ich möchte der Favorit werden und es allen beweisen.' Ich glaube, das ist die richtige Einstellung. Es ist ein gesunder Ehrgeiz, den er so zuletzt am Ende der Saison 2016 hatte. Da haben wir darüber gesprochen, wer von den jungen Spielern als Nächster in die Top Ten durchbrechen wird - Kyrgios oder vielleicht Tomic. Da hat er gesagt: 'Wie Kyrgios oder Tomic, was ist mit mir?' Und ich sage: 'Ja, Sash, vielleicht brauchst du noch ein paar Monate länger.' Zack! Vier, fünf Monate später war er in den Top Ten, hat Rom gewonnen und ist auf einmal einer der besten Spieler der Welt. Das war so eine ähnliche Situation wie jetzt. Ich hoffe, er kann sie zu seinem Vorteil nutzen."
…die Arbeit von Sascha mit Sergi Bruguera: "Sergi Bruguera ist ein kluger Mann, der nicht großartig irgendwas umstellen, die Trainingseinheiten anders strukturieren oder die Schläge komplett ändern will. Wenn er sieht, er kann ein bisschen Input geben, wird er das auch tun. Ob das die Erfahrung ist, ob das einfach diese spanische Beinarbeit auf Sand ist - da wird er Sascha ein paar Tipps geben können, die vielleicht sehr interessant und wichtig sind."
…Dominic Thiem: "Wenn ich ihn spielen sehe, habe ich immer so ein bisschen das Gefühl, er könnte theoretisch noch mehr durchziehen - ob das mit der Vorhand oder Rückhand ist. Ich habe das Gefühl, er hat früher noch mehr durchgezogen. Jetzt weiß ich nicht, ob es das Handgelenk ist oder einfach nur das Selbstvertrauen. Rafa und Roger haben es geschafft, nach einer Verletzungspause zurückzukommen und einen Grand Slam zu gewinnen. Aber das ist unvorstellbar. Bei Dominic ist es der menschlichere Weg. Nach so einer Verletzung brauchst du einfach mehr Zeit, um zurückzukommen."
Sendehinweis:
Mit den French Open steht für die Tennis-Profis vom 22. Mai bis 5. Juni das zweite Grand-Slam-Turnier des Jahres und gleichzeitig der Höhepunkt der Sandplatz-Saison auf dem Programm. Eurosport überträgt Roland-Garros mit umfangreicher Rahmenberichterstattung vom ersten Aufschlag bis zum finalen Matchball live im Free-TV bei Eurosport 1. Als Experten übernehmen Barbara Rittner und Mischa Zverev die Analyse der Partien für die Zuschauer in Deutschland.
Eurosport 1 fokussiert die Berichterstattung auf die Matches der deutschen Spieler:innen um Olympiasieger Alexander Zverev sowie die sowie die Auftritte der internationalen Topstars. Das besondere Flair, das Duelle unter Flutlicht bieten, versprüht die im Vorjahr neu geschaffene Soirée-Session, in der zur Prime Time ab 21:00 Uhr das Top-Match des Tages zu sehen ist. An den 15 Turniertagen von Roland-Garros berichtet allein Eurosport 1 im Free-TV mehr als 175 Stunden live vom prestigeträchtigsten Sandplatz-Turnier der Welt.
Aber auch auf alle anderen der insgesamt 886 Partien müssen die Tennis-Fans nicht verzichten. Bei Eurosport mit Joyn PLUS+ sind alle Spiele aus Roland-Garros - inklusive der der am heutigen Montag (16. Mai) beginnenden Qualifikation - live und werbefrei zu sehen. Unter allen Courts können die Zuschauer:innen hier ihr persönliches Lieblingsmatch auswählen.