Boris Becker, Simona Halep, Tommy Haas und Mats Wilander im Eurosport-Vodcast „Tennis Legends“
06. April 2020 – Im Eurosport Legenden-Vodcast „Tennis Legends“ diskutieren die Eurosport-Tennis-Experten Mats Wilander und Boris Becker zusammen mit Simona Halep und Tommy Haas über die aktuellen Tennis-Geschehnisse. Wimbledon-Siegerin Halep verrät, was sie von den Absagen hält und wie sie persönlich mit der schweren Zeit während der Corona-Krise umgeht. Tommy Haas, Turnierdirektor von Indian Wells, erklärt zudem, wie die Absage seines Turniers getroffen wurde.
Tommy Haas im Eurosport-Vodcast …
… über die aktuelle Corona-Situation im Tennis:
„Während dieser Pandemie geht es darum, dass wir alle zusammenhalten. Wir wissen nicht, wann es mit Tennis weitergeht. ich glaube, momentan realisieren viele Spieler und Menschen im Sport: was wir haben, ist fantastisch. Wir üben einen Sport aus, den wir lieben, den wir schon im jungen Alter spielen können. Wir werden noch leidenschaftlicher und ihn noch mehr zu schätzen wissen. Kleinigkeiten auf der Tour oder in bestimmten Matches werden wir nicht mehr so hoch hängen. Man wird sagen: Wow, ich habe dieses Jahr keine French Open und kein Wimbledon gespielt. Man kann das kommende Jahr gar nicht erwarten. Wir freuen uns schon auf 2021, das wird vielen Spielern so gehen.“
… über die Absage des Turniers in Indian Wells, bei dem Haas Turnierdirektor ist:
„Als Riverside County den Notstand ausgerufen hat, gingen bei uns die Alarmglocken an. Wir haben auch den Fakt berücksichtigt, dass unser Turnier zwei Wochen dauert. Normalerweise haben wir während der Qualifikation 15.000 Besucher. Am ersten Wochenende sind 40.000 Menschen dicht aufeinander auf der Anlage. Könnte das Turnier ohne Zuschauer stattfinden? Wir hatten den Gedanken, dass die Ballkinder Handschuhe tragen und die Handtücher der Spieler nicht berühren. Wir haben jede Möglichkeit in Betracht gezogen. Als es den ersten Fall gab und der Notstand ausgerufen wurde, mussten wir entscheiden: Es gibt kein Turnier. Das ist einfach sicherer. Das war die absolut richtige Entscheidung, das ist gar keine Frage.“
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Wimbledon-Champion Simona Halep im Eurosport Vodcast …
… über ihren neuen täglichen Alltag in der Corona-Zeit:
„Ich bin seit 22 Tagen zu Hause. Ich war überhaupt nicht draußen. Ich habe mich abgeschottet, weil ich vor dem Virus ein wenig Angst bekommen habe. Und davor, was ich aus China und aus anderen Ländern gehört habe. Ich wollte auf Nummer Sicher gehen. Deshalb will ich ruhig bleiben. Ich stehe gegen zehn oder elf Uhr auf. Kein Wecker, kein Zeitplan. Das ist schön, genug Schlaf zu haben. Nach dem Aufwachen gibt es ein spätes Frühstück. Dann gehe ich hier ein wenig laufen und mache meine Übungen. Das kann ich machen, weil es ein privates Gebäude ist. Ich trainiere jeden Tag und fühle mich fit. Es ist nicht einfach. Es ist für niemanden einfach. Aber wir müssen es akzeptieren und positiv denken, denn das ist das Wichtigste in diesen Tagen.“
… gibt zu, dass sie das Tennis und die Gemeinschaft vermisst:
„Wir tun uns schwer. Das muss ich ehrlich sagen. Wir kämpfen damit. Ich vermisse die Tour. Ich vermisse die Spielerinnen und alle Menschen, die bei den Turnieren involviert sind.“
… über eine mögliche Wiederaufnahme der Tennis-Tour:
„Ich denke, es dauert länger als bis Juli. Wir hoffen auf die US Open. Aber auch sie sind sich nicht sicher, weil es New York gerade nicht gut geht. Ich weiß nicht, wie es nach so vielen Monaten Turnier-Pause wird. In dieser Situation waren wir noch nie. Das wird neu für uns alle sein. Ich werde auf jeden Fall straucheln. Ich werde kämpfen müssen, um wieder in den Rhythmus zu kommen. Es ist die längste Zeit, in der ich keinen Schläger berührt habe.“
Die Zitate stehen bei Quellennennung „Eurosport Tennis Legends Vodcast“ redaktionell frei zur Verfügung.
Direkt-Link zum „Tennis Legends“ Vodcast:
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