Bora-hansgrohe-Teamchef Ralph Denk | Maue Frühjahrsbilanz und große Ziele für den Giro | Exklusives Eurosport-Interview
Ralph Denk, Manager beim Radsport-Team Bora-hansgrohe, spricht im exklusiven Interview mit eurosport.de über den bislang mauen Saisonstart und blickt auf die kommenden Aufgaben - besonders beim Giro d'Italia. Bei der Italien-Rundfahrt (ab 6. Mai live auf den Plattformen von Warner Bros. Discovery Sports) soll Lennard Kämna zum ersten Mal in neuer Rolle auftrumpfen.
Unten finden Sie ausgewählte Zitate aus dem Interview mit Ralph Denk, die Sie mit Nennung der Quelle "eurosport.de" gerne in Ihrer Berichterstattung verwenden können. Zudem würden wir uns über eine Rückverlinkung auf das komplette Interview freuen.
Ralph Denk im exklusiven Interview mit eurosport.de über...
... die Ziele von Bora-hansgrohe beim Giro d'Italia 2023: "Die Messlatte liegt hoch, wir sind Titelverteidiger. Jai Hindley ist dieses Jahr nicht am Start, er wird sich voll auf die Tour de France konzentrieren. Wir versuchen, den Titel mit Alexander Vlasov zu verteidigen."
... die Aufgabe, die Lennard Kämna beim Giro zukommt: "Wir werden es ein wenig anders angehen. Lennard war auch im vergangenen Jahr schon bei der Siegermannschaft dabei und hatte da gewisse Freiheiten. Er hat die Etappe auf den Ätna gewonnen und war der Schlüsselhelfer auf der 20. Etappe, auf der wir den Giro entschieden haben. Dieses Jahr wollen wir ihm eine Art Co-Kapitänsrolle geben. Er soll nicht ganz so offensiv fahren, wie es vielleicht sein Naturell ist. Wir werden versuchen, ihn in der ersten Woche ein Stück weit zu bremsen. Ich will bei Lennard jetzt nicht vom Giro-Sieg reden, denn er ist bei einer dreiwöchigen Rundfahrt noch nie auf Ergebnis gefahren, sondern hat sich immer einzelne Etappen rausgesucht. Natürlich würde ich es sofort unterschreiben, wenn er wieder eine Etappe gewinnt. Aber er soll nun auch mal schauen, dass er auf 21 Etappen möglichst wenig Zeit verliert. Dann sehen wir, wo er schlussendlich rauskommt."
... die bisherige Saisonbilanz: "Da sind wir ganz ehrlich: Wir hinken, was die Erfolge betrifft, etwas hinterher. Nicht alles ist planbar im Profisport, im Radsport sowieso nicht. Wir waren schon stark gebeutelt von Verletzungen und Krankheiten unserer Leistungsträger. Wenn diese verletzt sind und nicht starten können, ist das vielleicht sogar noch ein wenig schlimmer als im Fußball. Leistungsträger sind bei uns auf der Lohnliste sehr teuer und man kann sie nicht so einfach ersetzen.
Wenn jemand, der auf Ansage Rennen gewinnen kann, nicht dabei ist, dann wird es eng. Zum Beispiel Sam Bennett, der im Frühjahr gesundheitliche Probleme hatte. Den kann man nicht so einfach mit Fahrer X oder Y ersetzen. Da muss man dann eben auf Siege verzichten. Schlussendlich sind wir diesbezüglich hinterher, aber wir schauen auch nach vorne. Auf die Ardennen-Klassiker folgt der Giro d’Italia. Beides hat Bora-hansgrohe in der Vergangenheit immer sehr gut gelegen. Wir hoffen, dass wir dann auch wieder schönere Tage erleben als bei der Flandern-Rundfahrt oder in Roubaix."
Das komplette Interview mit Ralph Denk finden Sie hier.