Eurosport I Roland-Garros: Zverev meistert Runde 1, Becker und Rittner analysieren
- Zverev meistert Runde 1 - Becker analysiert: “Das Wichtigste ist, dass er in drei Sätzen gewonnen hat"
- Trainer-Konstellation im Team Zverev - Barbara Rittner sagt: "Warum fragt er den Boris nicht?"
- Boris Becker wiegelt Vorstoß ab: “Nein, hier geht es erstmal nicht um mich”
Alexander Zverev hat bei den French Open ein gelungenes Comeback am Ort seiner vor einem Jahr erlittenen Bänderverletzung gegeben. In der 1. Runde schlug er den Südafrikaner Lloyd Harris 7:6 (8:6), 7:6 (7:0), 6:1. Nach zwei zähen ersten Sätzen und fast zwei Stunden ohne Breakchance profitierte Zverev auch von körperlichen Problemen des Weltranglisten-294. So war es in Satz drei eine klare Sache.
Video-Link: https://www.eurosport.de/tennis/french-open/2023/french-open-2023-alexander-zverev-lloyd-harris-highlights-1.-runde-herren-einzel_vid1921949/video.shtml
Eurosport-Experte Boris Becker zum Auftritt des Deutschen:
“In den ersten beiden Sätzen kam Zverev über den Kampf zum Spiel. Der dritte Satz war klar. Sein Aufschlag war gut. Die Zuschauer freuen sich, dass er wieder da ist, dass er wieder gesund ist und auch gewonnen hat. Das ist die wichtigste Überschrift”, so Becker nach Matchende.
In “Matchball Becker” führt der Eurosport-Experte weiter aus:
“Das Wichtigste ist, dass er in drei Sätzen gewonnen hat. Dass er noch nicht in Bestform ist, war auch zu erwarten. Sein Aufschlag und seine Physis haben mir sehr gut gefallen. Er sah sehr frisch aus - auch nach zweieinhalb Stunden. Besonders schön für ihn war das Willkommens-Ständchen der Fans, er wurde fast euphorisch begrüßt.”
Trainerdiskussion - Rittner: "Warum fragt er den Boris nicht?"
Kurz vor den French Open 2023 hat sich Alexander Zverev von seinem Trainer Sergi Bruguera getrennt und vertraut wieder voll und ganz seinem Vater. Die richtige Konstellation? Eurosport-Expertin Barbara Rittner sagt in der bett1.de-Analyse "Warum fragt er den Boris nicht?"
“Die Frage ist, ob es der richtige Weg ist, in der Komfortzone zu bleiben, um alles so zu machen, wie man es gewohnt ist. Ich bin kein Fan davon. Ich bin ein Fan davon, dass auch von außen Input kommt. Von jemandem, der unabhängig ist und kein Blatt vor dem Mund nimmt, sondern auch mal unbequeme Dinge sagt, weil er abends gehen kann. Familie ist Familie - der Daddy wird immer an seiner Seite sein. Natürlich sind sie ein eingespieltes Team, aber ich glaube, als Ergänzung wäre es schon gut. Und ich stell mir schon ein bisschen die Frage, weil sie so gut miteinander klarkommen - auch beim Davis Cup sieht man es: Warum fragt er den Boris nicht? Ich weiß es nicht. Als Mentor im Hintergrund. Gehen wir mal weg von Boris, jemand Neues, der die Situation schon erlebt hat, der weiß wie man mit Verletzungen umgeht, um ihm zu helfen”, so Rittner.
Boris Becker wiegelt Rittner-Vorstoß über ein mögliches Trainer-Engagement bei Alexander Zverev ab: “Nein, hier geht es erstmal nicht um mich”
“Nein, hier geht es erstmal nicht um mich, sondern um Sascha. Wir sind froh, dass wir ihn haben und dass er wieder in Paris ist. Das muss für ihn ja auch emotional eine unglaubliche Belastung gewesen sein, nach so einer schlimmen Verletzung wieder an den Ort des Grauens zurückzukehren. Jetzt geht's um die erste Runde”, so Becker in der Eurosport-Übertragung vor dem Match.
Eurosport Tennis-Expertin Barbara Rittner lob in ihrer Sendung “First Serve Rittner” den Auftritt des 16-jährigen aufstrebenden Tennistalent Mirra Andreeva:
“Die wirkt wie Gauff vor zwei, drei Jahren - unheimlich cool und abgeklärt. Bei Interviews denkt man, sie hätte nie was anderes gemacht. Sie hat eine unglaublich tolle Rückhand, satte Schläge. Sie hat jetzt den Durchbruch geschafft. Da stimmt die Einstellung und das Gesamtpaket. Sie macht es so cool. Hut ab!”
Becker über Struff-Ausscheiden: “Ich war doch überrascht”
In der gestrigen "Matchball Becker” Sendung analysierte Tennis-Legende Boris Becker das Abschneiden der deutschen Profis Jan-Lennard Struff, Anna-Lena Friedsam, Daniel Altmaier und Tatjana Maria am 2. Turniertag der French Open. Anbei der Link zur kompletten “Matchball Becker”-Sendung:
“Ich war doch überrascht, vor allem nach diesem starken Comeback im vierten Satz. Dann ist irgendwo der Faden gerissen. Struffi schien am Ende auch einen Schritt langsamer gewesen zu sein, aber so ist das in der 1. Runde Roland-Garros. Das kann passieren, trotzdem Kompliment, es war eine kämpferische Leistung und er zumindest bis zum Ende gefightet”, so Becker über das Ausscheiden Jan-Lennard Struff - die Leistung von Daniel Altmaier stimmte den Experten positiver: “Ich hab das kommen sehen. Er hat die großen Sandplatzturniere wie in Madrid und Rom sehr solide gespielt und die ersten Runden gewonnen. Die Form ist da. Jetzt ist die Zeit gekommen, dass er bei den großen Turnieren die Leistung abrufen kann. Das hat er in der ersten Runde gemacht.”
Warner Bros. Discovery begleitet die French Open vom 28. Mai bis 11. Juni vollumfänglich auf seinen linearen Sendern - Eurosport 1 im Free-TV, Eurosport 2 im Pay-TV, auf Eurosport 4K in UHD - und auf den digitalen Plattformen. Dort finden Tennisfans auf der Streaming-Plattform discovery+ die komplette Auswahl mit allen Partien ohne Unterbrechung inklusive der deutschen Konferenz mit den Matches der deutschen Spieler:innen, die bei Eurosport 1 im Free-TV gesendet wird. Täglich ab 10:30 Uhr sendet Eurosport 1 live mit Fokus auf die Partien der deutschsprachigen Spieler:innen und der umfangreichen Rahmenberichterstattung mit den Sendungen “Matchball Becker” und “First Serve Rittner”.