Medieninfo Australian Open | Nadal-Schock, Siegemunds "ugly win" und ein Flitzer | Stimmen und Video-Highlights aus Melbourne
- Becker über Nadal: "Sollten ihn feiern, so lange wir ihn haben"
- Petkovic lobt Siegemung für Taktikwechsel: "Hat mir gut gefallen"
- McEnroe über Zverev: "... bald wieder in die Top5 zurück"
- Match-Highlights und beste Momente als kostenlose Video-Embeds
Rafael Nadal hat seine Mission Titelverteidigung bei den Australian Open schon in der 2. Runde mit einem bitteren Ende aufgeben müssen. Im Match gegen den stark aufspielenden US-Amerikaner Mackenzie McDonald verletzte sich der 36 Jahre alte Weltranglistenzweite im zweiten Satz links an den Bauchmuskeln. Nadal hielt danach zwar noch durch, verlor aber letztlich chancenlos 4:6, 4:6, 5:7.
"Er ist vielleicht der beste Kämpfer, der beste Wettkämpfer, den der Tennissport je hatte. Wenn er am Ende in die Knie gehen muss und sich dann lange bei seinem Publikum in Melbourne verabschiedet, dann sind das für mich klare Anzeichen", sagte Eurosport-Experte Boris Becker in der Sendung "Matchball Becker" auf die Frage, ob die Tennisfans Nadal vielleicht zum letzten Mal in Melbourne gesehen haben.
Auch Tatjana Maria konnte die Pleitenserie der deutschen Damen in der ersten Runde nicht beenden. Die Wimbledon-Halbfinalistin unterlag bei ungemütlichen Bedingungen und nach langer Wartezeit gegen Lucrezia Stefanini aus Italien 6:3, 5:7, 4:6. Erst die letzte im Einsatz befindliche Deutsche sorgte für den einzigen Einzelerfolg in Runde eins: Laura Siegemund bezwang Lucia Bronzetti aus Italien 2:6, 6:4, 6:3. Somit steht nur eine von fünf gestarteten deutschen Spielerinnen in Melbourne in der zweiten Runde.
"Es ist schade, da war mehr drin", fühlte Eurosport-Expertin Andrea Petkovic in der Sendung "Matchball Becker" mit Tatjana Maria, hatte aber auch eine Erklärung für die Niederlage: "Sie hatte in der Offseason vier Wochen lang eine Bauchmuskelverletzung. Das hat vielleicht auch dafür gesorgt, dass sie nicht die Vorbereitung hatte, die sie sich gewünscht hätte. Da hat man gemerkt, dass sie hinten raus die langen Ballwechsel nicht mehr so gestalten konnte, wie sie das zu Beginn gemacht hat."
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Rafael Nadal - Mackenzie Mcdonald | Highlights
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Der Matchball: Verletzter Nadal quält sich - ist aber chancenlos
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Sorge um Rafa: Nadals Frau weint auf der Tribüne
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Nadal analysiert Verletzung: "Seit ein paar Tagen Probleme, aber ..."
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Eurosport-Experte Boris Becker in der Sendung "Matchball Becker" über...
... die Niederlage Rafael Nadal und ihre möglichen Folgen: "Das sind herzzerreißende Bilder von Frau Nadal, die ihren Mann besser kennt, als jeder andere und weiß, dass Rafa hier nichts vorspielt. Er ist vielleicht der beste Kämpfer, der beste Wettkämpfer, den der Tennissport je hatte. Wenn er am Ende in die Knie gehen muss und sich dann lange bei seinem Publikum in Melbourne verabschiedet, dann sind das für mich klare Anzeichen. Das war ein Erdrutsch. Wir sprachen lange über den Generationswechsel - wir schauen ihn gerade live an. Roger Federer spielt nicht mehr und hinter Nadal stehen jetzt viele Fragezeichen. Ich glaube, er wird noch einmal Paris spielen wollen. Aber ich weiß nicht, ob er sich das mit Australien noch einmal antun wird. Deswegen sollten wir ihn feiern, so lange wir ihn haben."
...die bewgenden Worte Nadals bei der Pressekonferenz: "Er sucht nie eine Ausrede. Er wollte nicht vom Platz. Er ist ein Beispiel für alle jungen Spieler, die immer Argumente haben, warum sie denn heute verloren hätten, aber dabei nicht in den Spiegel schauen. Denn es liegt immer an einem selbst. Ich wünsche ihm eine schnelle Genesung und dass er bald wieder fit ist, denn ich will ihn Tennis spielen sehen."
Eurosport-Experte Mats Wilander im Eurosport Cube über die Verletzung von Rafael Nadal: "In meinen Augen ist es ein technischer K.o. - wahrscheinlich, weil wir einen Mann sehen, der 36 Jahre alt ist und noch nicht wieder ausreichend viele Matches bestritten hat. Aber es war natürlich auch eine Menge Pech dabei. Zu meiner Zeit - in den 80er Jahren - hat sich niemand eine Hüftbeuger-Verletzung zugezogen, weil das Spiel gar nicht schnell genug war, die Schritte zwischen den Schlägen nie explosiv genug waren."
Eurosport-Experte Tim Henman im Eurosport Cube über die Verletzung von Rafael Nadal: "Das ist eine dieser Albtraum-Verletzungen. Es war schrecklich mit anzusehen - Rafa Nadal hat in seiner Karriere mit so vielen Verletzungen zu kämpfen gehabt. Und jetzt auf dieser Bühne und nachdem, was er vor zwölf Monaten hier geleistet hat, so aufgeben zu müssen - es ist ein trauriger Anblick."
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Laura Siegemund jubelt schon bei 5:3 - zu früh gefreut?
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Laura Siegemund bei Eurosport zu ihrem Jubel beim Stand von 5:3: "Es sah nach außen vielleicht nach einem Zählfehler aus, aber ich war so in der Zone, weil ich ein paar Matches gehabt habe, in denen ich zum Satzende hin nicht gut durchserviert habe. Ich habe mich da einfach so gefreut, dass ich das mal ohne Schlenker hingekriegt habe. Dann habe ich mich aber sofort wieder darauf konzentriert, dass ich den Sack dann im Returnspiel zu mache."
Siegemund bei Eurosport zum Match: "Es ist extrem schwierig unter diesen Bedingungen. Wir haben fast zwei Tage auf das Match gewartet, und uns gefühlte 15 Mal aufgewärmt. Dann hat es zwischendurch immer wieder genieselt, da musste man sich auf eine Achterbahn einstellen. Ich bin wirklich stolz. Sie hat sehr gut gespielt, das was sehr unangenehm. Ich hatt auch im ersten Satz Chancen, es enger zu gestalten. Die habe ich nicht genutzt. Dann habe ich mein Spiel mehr oder weniger komplett umgestellt, habe auf 'winning ugly' gemacht - mit viel Slice, habe sie viel vor geholt, bin selbst oft vor gegangen. Das hat dann besser gefruchtet."

Eurosport-Expertin Andrea Petkovic in der Sendung "Matchball Becker" über...
...den Sieg von Laura Siegemund: "Die beiden haben sich am Ende noch ein wenig gekabbelt. Das lag wohl daran, dass Laura im dritten Satz bei 1:2 eine längere Behandlungspause genommen hat. Damit hat sie auch die Rhythmus von Bronzetti gebrochen, die zu diesem Zeitpunkt das Momentum auf ihrer Seite hatte. Was mit danach sehr gut gefallen hat: Sie ist mehr ans Netz gegangen, hat die Ballwechsel kurz gehalten und immer einen aggressiven Weg gesucht, um den Ballwechsel zu beenden."
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Eurosport-Experte John McEnroe über Alexander Zverev: "Bei Sascha ist es - wie zu erwarten war - eine Achterbahnfahrt. He hat lange keine Matches gespielt und nun muss sein Körper die Antwort geben, ob er fünf Sätze durchhält oder nicht. Auch wenn er dicht an einer Niederlage war, weiß er jetzt, dass der Fuß auch über fünf Sätze hält - und das ist die gute Nachricht. Rein körperlich ist das ein gutes Zeichen. Er hat keine der großen Spieler geschlagen, aber es war wichtig, um wieder in die Spur zu kommen. Wenn sein Körper mitmacht, kann er immernoch jeden schlagen. Wenn er jetzt über eine längere Zeit gesund bleibt, kehrt er auch bald wieder in die Top5 der Welt zurück. Das war der erste von vielen Schritten - ein netter Sieg, aber wir alle wissen, dass du sieben Best-of-Five-Matches gewinnen musst, um ein Grand-Slam-Turnier zu gewinnen. Und sein Ziel ist, nicht nur einmal ein Major zu gewinnen, sondern mehrere. Damit legt er sich selbst viel Druck auf. Der Sieg hat ihm da geholfen, ein wenig Druck abzubauen - das war sowas wie der Reality-Check nach einer so schweren Verletzung. Jetzt geht es darum, auch die Lust am Spiel zurückzugewinnen. Für ihn war es der erste von vielleicht 50 Schritten in diesem Prozess. In meinen Augen sollte er sich darauf fokussieren, bei den French Open wieder voll da zu sein.”
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Australian Open kurios: Flitzer-Alarm in Melbourne! Fan entert nassen Court und lässt sich feiern
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70-Schläge-Ballwechsel zwischen Kubler und Khachanov - epische Rally verzückt Fans
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Sendenhinweis: Eurosport überträgt die Australian Open vom 16. bis 29. Januar live im Free-TV bei Eurosport 1 sowie bei Eurosport 2. Alle Partien aus Melbourne auf bis zu 16 parallelen Kanälen sind live und on-demand beim Streamingdienst discovery+ zu sehen.