Gold und Silber im Bob, Silber-Überraschung im alpinen Team-Event - Eurosport Olympia-Newsletter vom 20.2.
- Zweimal Doppel-Gold: Friedrich schreibt Olympia-Geschichte
- Paukenschlag im Team-Event: Silber-Sensation durch Deutschland
- DEB-Coach Söderholm exklusiv: “Es gibt Wege zurück”
Zum Abschluss der Olympischen Spiele Peking 2022 hat Deutschland noch einmal drei Medaillen gewonnen. Am letzten Wettkampftag holten die Viererbob-Piloten Francesco Friedrich und Johannes Lochner mit ihren Teams erwartungsgemäß Gold und Silber. Eine Überraschung gelang dem deutschen Alpin-Team, das sich im Mannschaftsevent Österreich erst im Finale geschlagen geben musste und mit der Silbermedaille einen versöhnlichen Abschied aus Peking feierte.
Thriller im Finale - deutsches Alpin-Team hauchdünn geschlagen
Silber-Sensation im Team-Event: Deutschlands alpine Ski-Mannschaft hat zum Olympia-Abschluss in Peking für einen Paukenschlag gesorgt. Im letzten Wettbewerb der Olympischen Winterspiele gab es doch noch die ersehnte Medaille. Im Finale holten Lena Dürr, Linus Straßer, Emma Aicher, Alexander Schmid und Julian Rauchfuß nach einem packenden Duell Silber hinter Österreich.
Die Siegerehrung: Doch noch eine Medaille für Deutschlands Alpine
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Auch Gold im Viererbob: Friedrich schreibt Olympia-Geschichte
Bob-Pilot Francesco Friedrich hat nach Gold im Zweierbob, auch im Vierer den Olympiasieg eingefahren und damit als erster Pilot überhaupt bei zwei aufeinanderfolgenden Spielen sowohl den Sieg im kleinen als auch im großen Schlitten eingefahren. Silber ging wie schon im Zweier an Johannes Lochner, Christoph Hafer belegte zudem einen starken vierten Platz.
Die Siegerehrung: Acht Medaillen für Deutschland
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Eishockey-Bundestrainer Söderholm exklusiv: “Vielleicht einen Schritt zurück gehen”
Hoher Besuch in der “Olympic Hockey Night” bei Eurosport: DEB-Präsident Franz Reindl und Eishockey-Bundestrainer Toni Söderholm waren zu Gast bei Christian Ehrhoff und Simon Südel. Gemeinsam analysierten sie die Auftritte der DEB-Auswahl in Peking. Söderholm plädierte dabei für eine Vereinheitlichung der Eisflächen zwischen dem Ligabetrieb und den internationalen Turnieren und sprach auch über seine eigene Zukunft als Nationaltrainer.

Söderholm in der “Olympic Hockey Night” bei Eurosport über…
…das deutsche System, das in Peking nicht so gegriffen hat: “Man hat einige Fehler gesehen, deswegen kann man es so einordnen. Auf der kleineren Eisfläche musst du sehr schnell erkennen, was gefordert ist. Du hast die ganze Zeit das Gefühl, dass jemand in deinem Rücken ist und willst weg aus dieser Drucksituation. Es ist aber egal, wie groß die Eisfläche ist, wenn du nicht geradlinig und genau bei deinen Pässen bist.”
…das Dilemma, dass bei den kommenden Großereignisse jeweils auf kleineren Eisflächen gespielt wird: “Wir brauchen eine einheitliche Linie zwischen den Ligen und den internationalen Turnieren. Ich bin es gewohnt, auf einer größeren Eisfläche zu spielen. Aber wie man jetzt bei den Olympischen Spielen gesehen hat: das Spiel ist sehr schnell, sehr intensiv, zweikampfbetont. Es kommt noch mehr der technische Faktor raus - du kannst dich nicht verstecken. Du musst in kleinen Räumen arbeiten können. Viele Nationen in Europa haben das Problem, dass sie nicht genügend Eisflächen auf diesem NHL-Level (kleinere Eisfläche, 60x26 Meter) haben. Irgendwann ist eine einheitliche Linie schon wichtig.”
…die Möglichkeiten, in Deutschland ebenfalls auf kleineren Eisflächen zu spielen: “Das ist nicht meine Baustelle, wo jetzt kleinere Eisflächen gebaut werden. Aber eines ist ganz klar: wir brauchen eine einheitliche Linie. Technik und schlittschuhläuferische Qualitäten kannst du auch auf einer größeren Eisfläche trainieren. Darum geht es nicht. Wenn es zu Spiel kommt, dann müssen wir auf kleineren Eisflächen besser aussehen. Es ist nicht alles schlecht. Es gibt viel zu entwickeln. Es gibt viel Positives mitzunehmen von vergangenen Turnieren. Jetzt einfach Vollgas.”
…eine Entscheidung zur weiteren Zusammenarbeit mit dem DEB: “Ich hatte jetzt eine Ruhezeit während den Olympischen Spielen und auch davor für einige Wochen. Wir haben gute Gespräche geführt. Man darf nicht vergessen: ich habe noch einen Vertrag bis Juni, also bis nach der WM. Es gibt noch Zeit. Ich verstehe, dass die Frage interessant ist, aber mein Tisch ist aktuell leer. Es gibt Gespräche und dann schauen wir, wo das hingeht. Es geht um mehrere Faktoren und wenn die alle passen, dann wird es gutgehen. Alles ist gesagt. Alle kennen die Lage. Es gibt nichts Neues zu erzählen. Wenn wir Plan A oder Plan B umsetzen, dann wird die Meldung irgendwann öffentlich gemacht. Es ist die letzten Jahre viel Gutes passiert. Ich will die weiteren Monate zu 100 Prozent geben, egal was passiert. Es ist jetzt wichtig, dass wir positiv bleiben. Ich kann nur Finnland als Beispiel nehmen. 1995 haben die Finnen das erste Mal die Weltmeisterschaft gewonnen, es hat 16 Jahre gedauert, bis sie den Titel wieder gewinnen konnten. Es gibt Wege zurück, du musst vielleicht einen Schritt zurück gehen. Wir werden nicht aufhören, die Spieler so vorzubereiten, dass wir gut spielen können. Es ist eine Ehre, mit diesen Spielern zu arbeiten.”
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DEB-Präsident Reindl: Braucht deutsches Eishockey einen Umbruch?
DEB-Präsident Franz Reindl spricht in der "Olympic Hockey Night" nach dem frühen Olympia-Aus darüber, ob der Deutsche-Eishockey-Bund einen Umbruch benötigt.
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Die letzten Sekunden bis zum Olympiasieg: Finnland gewinnt erstmals Olympia-Gold im Eishockey
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Zum Abschluss der Olympischen Winterspiele Peking 2022 finden Sie unten noch eine Reihe von Rückblicken und Zusammenfassungen der Geschehnisse der vergangenen 16 Tage.
Gold und Leid bei Deutschlands Biathlet:innen
Achterbahnfahrt mit Skandal - so schlugen sich die DSV-Adler bei Olympia
Anzug-Model und Eishand - die skurrilsten Experimente aus Hambüchen & Friends
Die besten und kuriosesten Szenen aus allen Folgen der Hambüchen-Challenge
Weitere Videos - zum Beispiel von der Schlussfeier - finden Sie jederzeit unter https://www.eurosport.de/olympia/watch.shtml.